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DEKL - Informationen: Zur Geschichte des Kirchenbaus

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IV. Jetzt waren es vor allem Privatpersonen, die Bartholomäus-Bruderschaft, der Deutsche Evangelische Kirchenausschuß und wiederum der Verein der Gustav-Adolf Stiftung, die an der Finanzierung des neuen Kirchengebäudes plus Pfarrhaus maßgeblich beteiligt waren. Doch auch jetzt zeigten Spenden der deutschen Reichsregierung, Spenden verschiedener Gesandter (die Altargeräte waren vom Generalfeldmarschall von Hindenburg gestiftet worden) die große tatkräftige Anteilnahme am Kirchbau weit über den Kreis der eigentlich Beteiligten hinaus.

Es war besonders Pfarrer Paul-Wilhelm Gennrichs Verdienst, daß der Kirchenbau in einer vergleichbar zügigen Zeit zustande kam. Er war der Motor, der angefangen von bautechnischen Ideen über Planungen bis hin zu den Kontakten zu den Finanzgebern und dem Architekten das Kirchbauprojekt vorantrieb.

Am 4. November 1934 - das Pfarrhaus selbst war noch nicht bezugsfertig - konnte der Kirchbau unter großer Anteilnahme der deutschen Kolonie wie portugiesischer Gäste eingeweiht werden.

Die Auseinandersetzungen innerhalb der Deutschen Heimatkirche zwischen Anhängern der Deutschen Christen und Anhängern der Bekennenden Kirche machten eine Teilnahme des Reichsbischofs wie auch des Leiters des Kirchenamtes in Berlin unmöglich, den Einweihungsakt selbst zu vollziehen. (Beide Seiten, Reichsbischof Ludwig Müller wie der Leiter des Kirchlichen Außenamtes Theodor Heckel sandten Grußbotschaften). Hier war es wieder der Entschlossenheit des Pfarrers der DEKL Paul-Wilhelm Gennrich zu verdanken, daß es sein Vater selbst war, der die Einweihung vollzog und damit die Auseinandersetzung und Spaltung der Ev. Christen von der DEKL fernzuhalten vermochte.

Dieser kurze Blick auf die "vier Kirchen" der DEKL macht deutlich, daß die Lissaboner Gemeinde - wie wohl viele andere Auslandsgemeinden auch - oftmals mehr Höhen und Tiefen zu bewältigten hatte als die Heimatkirche in Deutschland, die den Schutz von Tradition, volkskirchlicher Situation, Sprache, Verbindung zum Staat u.v.m. in Anspruch nehmen konnte.

(Stefan Welz, Quellen: Deutsches Evang. Kirchenblatt für Spanien und Portugal, Dezember 1934, Heft 3. Jg. 7 und: Paul-Wilhelm Gennrich: Geschichte der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache zu Lissabon, Karlsruhe, 1978)

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