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DEKL - Aus dem Gemeindeleben
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Das möchten wir in Zukunft leicht verändern: Nicht, weil wir ungerne Gottesdienst feiern oder weil es Arbeit macht - denn dann wäre es schon passiert - sondern weil es schön ist, wenn wir ausgebildete Prädikantinnen in der Gemeinde haben, die von einer auch geistigen Vielfalt in der DEKL zeugen. Was nehmen wir mit in dieses Jahr? Wir meinen, wir sollten und müßten selbstbewußter und geradliniger auf die Protestanten in Grande Lisboa zugehen. Wir sollten früher als sonst Menschen darauf ansprechen, ob sie nicht Mitglieder werden wollen. Wir sollten unsere Kirche, und mit ihr die Frohe Botschaft, das Evangelium, mit Freude und mit Stolz einbringen - denn es ist eine großartige Sache. Schließen möchte ich mit einem Ereignis, dass meine Frau und mich umgetrieben hat in den letzten Tagen: das ist der Rücktritt der Ratsvorsitzenden der EKD und Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Hannover, Dr. Margot Käßmann. Sie hat ihre Ämter nun niedergelegt, nachdem sie vor acht Tagen einen frohen, einen sehr frohen Abend hatte - und dann beim Überfahren einer roten Ampel in Hannover angehalten wurde. Es ist müßig, diesen Abgang lang zu kommentieren und zu bewerten. Das haben andere getan - und besser. Wir waren beide geschockt, traurig und fassungslos, dass diese Frau, die die größte Hoffnungsträgerin unserer evangelischen Kirche in Deutschland war, so plötzlich zurücktrat. Ihre kurze Pressekonferenz am Dienstag war eindrücklich, ohne Selbstmitleid, sie war gerade aus und sie hatte Stil. Wir haben da für uns vor allem folgendes Bibelwort im Kopf, das ich uns mit auf den Weg geben möchte - und dass sich die Evangelischen in Deutschland gerade jetzt - und auch wir hier in Lissabon gut gefallen lassen können. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. So kam mir Margot Käßmann, die ich noch im vorletzten Boten porträtiert habe, vor. So können wir uns auch vorkommen in 2010. Ich danke Ihnen, ich danke euch allen für das Zuhören – und für das Lesen. Pfarrer Stefan Stalling |
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